Apfelgalette mit Walnüssen – Inhale, exhale.

Ich sags euch. Der Herbst macht mich jedes Mal ganz wuschig. Also in erster Linie macht er mich ja glücklich. Wie wir im Blogpost letzte Woche feststellen konnten. Aber in zweiter Linie macht er mich wuschig. Sagt man das so: in zweiter Linie? Ihr wisst, was ich meine. Neben der Tatsache, dass ich quasi keinen Spaziergang machen kann, ohne nicht irgendetwas Herbstliches einzupacken. Und da gibt es gerade sehr viel einzupacken. Also neben den Kastanien und Hagebuttenzweigen.

Der Herzensmensch meinte letztlich nur: „Die ganze Wohnung voller komischer Büschel. Und Gräser.“ Genau so sieht es aus. Hab ich schon erwähnt, dass ich den Herbst liebe? Nun denn. Neben dieser Tatsache mit der ganzen Herbstdeko macht er mich sehr wuselig im Hirn. Der liebe Herr Herbst. Er hat zu viele Dinge im Schlepptau, die ich in irgendeiner Form in tolle Gerichte umwandeln möchte. Ganz vorne dabei natürlich Kürbis. Eh klar. Zwetschgen, Äpfel und Birnen natürlich. Quitten. Himmel. Ich liebe Quittenduft.

Kennt ihr schon den unglaublich leckeren Quitten-Birnenkuchen? Falls ihr mal Quitten geschenkt bekommt und nicht wisst, was ihr damit anfangen sollt, denkt an mich und diesen Kuchen. Dann sind da aber auch noch Maronen, Holunderbeeren und Beten in den schönsten Farben. Die Kohlköpfe in all ihren Ausprägungen kommen langsam aus ihren Löchern, es gibt noch Pilze und schönsten Mangold. Wo soll ich da denn anfangen? Der Herzensmensch bekommt an 7 Tagen in der Woche allerlei Kreationen aufgetischt. Und ihr? Mehr als einen Blogpost in der Woche schaffe ich einfach nicht.

Obwohl ich euch gerade am liebsten drei am Tag servieren würde. Die Inspirationsquelle sprudelt auf Hochtouren. Das könnt ihr mir glauben. Und immer, wenn sie das tut, fängt bei mir die Schnappatmung an. Dann will ich alles auf einmal. Dann wusle ich in die Küche und innerhalb kürzester Zeit sieht es nicht mehr aus wie in einer Küche sondern wie auf einem Schlachtfeld. Und ich stecke bis zu den Ellenbogen im Kürbispüree, während ich mit dem linken Zeh in die Suppe dippe um sie abzuschmecken. Alles dank Yoga möglich.

Ich glaube tatsächlich, dem Herzensmenschen graust es etwas vor der Vorstellung, dass wir im Haus dann zwei Küchen haben werden. Zwei Küchen bedeuten zwei Backöfen, zwei Herde, zwei Kühlschränke. In seiner Vorstellung eskaliert dann alles völlig. Er sieht dann eine Hannah, die von oben nach unten schießt, weil oben und unten die Kuchen im Ofen sind. Mein persönliches Synchronbacken. Das wird ein Spaß. Vielleicht finde ich ja dann noch jemanden, der für mich die Blogposts abtippt. Ich plappere den Text vor, nebenher knete ich die Streusel und ein Helferlein schreibt nebenher mein Geplapper auf und veröffentlicht den nächsten Blogpost. Ich frag mal den Herzensmenschen, ob er sich einen Groschen dazu verdienen möchte.

Wenn ab nächsten Mai plötzlich drei neue Rezepte in der Woche erscheinen, wisst ihr: der Gute hat alles hingeschmissen und ist ins Schokoladenpfeffer-Business eingestiegen. Bis dahin gibt es hier brav ein Rezept in der Woche. Aber ich liefere euch sehr gerne weitere Inspirationen. Alles Highlight-Mahlzeiten, die sich regelmäßig vor den Toren Schokoladenpfeffers scharen, im Wettbewerb um das Krönchen für einen der nächsten Blopgosts. Tja, was soll ich sagen. Es kann nur Einen geben. Trotzdem sind es sie allemal wert, von euch ausprobiert zu werden.

  • Zwetschgencrumble mit Vanillesauce (nach diesem Rezept, nur mit Zwetschgen anstelle der Äpfel)
  • Kürbis-Kartoffel-Rösti mit Kräuterquark (unglaublich gut! Ok, kommt vielleicht doch auf den Blog. Nächstes Jahr dann.)
  • Kürbissuppe in jeglicher Variation (klassich, Thai-Style, oder eben diese hier)
  • Gebackenes Apfelporridge (Huiuiui! Das hier ist so ähnlich)
  • Französischer Puddingkuchen mit Birnen (nach diesem Rezept)
  • Crostini mit gebratenem Kürbis, Salbei und Gorgonzola (und noch Feigen für die Glamour-Version)
  • Kürbisfalafel (nach diesem Rezept, nur mit Kürbispüree)
  • Kürbispüree mit gebratenen Jakobsmuscheln und brauner Butter (hat der Herzensmensch uns serviert und es war unglaublich gut)

Vielleicht habt ihr ja auf das Eine oder Andere Lust bekommen. Wenn nicht, habe ich noch das heutige Rezept in peto. Da habt ihr auf jeden Fall Lust drauf. Das weiß ich. Die Apfelgalette ist wohl der schnellste Kuchen überhaupt. Wobei wir sie abends warm als Dessert gegessen haben. Buttriger, blättriger Mürbteig, Äpfel, viel Zimt, ein paar Walnüsse für den Crunch, fertig. Halt. Schlagsahne ist ein Muss. Oder Vanilleeis. Das wäre dann die Angeber-Version.

Habt es fein. Und macht’s euch herbstlich.
Eure Hannah

Apfelgalette mit Walnüssen

5 von 1 Bewertung

Zutaten
  

  • 150 g Mehl (ich: Dinkel 630)
  • 130 g kalte Butter (vegan: pflanzliche Margarine)
  • 1 EL Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 3-4 EL eiskaltes Wasser
  • 3 Äpfel
  • 1 kleine Handvoll Walnüsse
  • 2 TL Zimt
  • 1 EL (Kokosblüten-)Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1 Eigelb (optional)
  • Zitronensaft

Anleitungen
 

  • Alle Zutaten rasch zu einem Teig verkneten. Dieser kann ruhig noch etwas bröselig sein. In Frischhaltefolie fest einschlagen, sodass er gut zusammenhält und in den Kühlschrank legen. Mindestens eine Stunde ruhen lassen.
  • Während der Teig ruht, die Äpfel schälen, vierteln und in sehr dünne Scheiben schneiden oder hobeln. In eine Schüssel geben und etwas Zitronensaft darübergeben, damit sie nicht braun werden. Den Honig zugeben und die Äpfel damit vermengen. Beiseite stellen. Zimt und Zucker mischen. Die Walnüsse grob hacken.
  • Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • Den Teig aus dem Kühlschrank holen. Zwischen Frischhaltefolie ungefähr kreisrund auswellen. Vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen.
  • Den Teigboden mit dem Zimt&Zucker bestreuen. Die Äpfel von außen nach innen überlappend auf dem Teig verteilen. Dabei mindestens 2cm Platz zum äußeren Rand lassen. Die Walnüsse darüber streuen. Den Rand zur Mitte hin rundherum umklappen.
  • Den Rand optional mit Eigelb bepinseln und mit etwas Rohrohrzucker bestreuen.
  • Im vorgeheizten Ofen ca. 45 Minuten backen. Abkühlen lassen und lauwarm oder kalt mit Vanilleeis oder Schlagsahne servieren.

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1 Kommentar

  1. 5 stars
    Liebe Hannah,
    sehr gut hat uns diese Galette heute geschmeckt mit selbstgeernteten Äpfeln und Walnüssenund dann dieser super knsuprig buttrige Mürbeteig und üppige Klackse Schlagsahne. Jaa, ich liebe den Herbst auch sehr!
    Herzliche Grüße von Hannah

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