Kirsch-Crumble (Low Carb) mit cremigem Joghurteis – Bremsspuren.

Schokoladenpfeffer ist mal kurz in den Urlaub gefahren. Wie ihr vielleicht bemerkt habt. Und zwar relativ spontan. Dass der Herzensmensch und ich in den Urlaub fahren, war schon lange klar. Wobei das eigentlich so nicht richtig ist. Klar war zunächst nur, dass wir Urlaub haben. Von Fahren da hat noch niemand was gesagt. Der Vor-Cororna-Plan war zudem weder nur „Haben“ noch „Fahren“ sondern „Haben“ und „Fliegen“. Nach Kreta. Satz mit x. Wie die Geschichte ausging, wissen wir alle. So stand dann nur noch „Haben“ auf den Spielkarten und wir mussten neu mischen.

Ziemlich, also wirklich so ziemlich kurz vor Urlaubsbeginn haben wir dann doch noch etwas gebucht. Markgräfler Land. Deutschland. Wandern und Wein. Beschert wurden wir mit einer unfassbar stilvoll eingerichteten Ferienwohnung, die jedes Interior-Herz höherschlagen lässt. Ich war zunächst nur damit beschäftigt, sämtliche Lampen, Stühle und Holztischchen zu fotografieren. Und die Farbkombination der Teppiche. Und die Seifenspender. Der Hausbau lässt grüßen. Nachdem das erledigt war, war es einfach nur noch schön. Seelenfrieden haben wir dort gefunden. Und das in sehr kurzer Zeit. Immerhin waren es nur drei Nächte.

In der dritten Nacht hat sich der Seelenfrieden dann kurz aus dem Staub gemacht, nachdem der Herzensmensch sich am Vortag das Knie kaputt gewandert hat und wir die Nacht mit Kühlumschlägen verbracht haben. Das zusätzliche Weh-Wehchen-Wegkuscheln hat dann aber schnell den Seelenfrieden wiederhergestellt. Man kann bei Männern dennoch nie genau wissen, wie schlimm es wirklich ist. Von „Es ist gar nicht schlimm“ bis „Fahr mich ins Krankenhaus“ liegt irgendwie relativ viel dazwischen. Wir sind nicht ins Krankenhaus und er – Mann, der er ist – ist am nächsten Tag sogar nach Hause gefahren, entgegen meiner Einwände.

Et moi? Ich habe die Rückfahrt genutzt, unseren restlichen Urlaub zu (ver-)planen. Da kam dann auch Schokoladenpfeffer ins Spiel. Und in meinem Kopf ging es ziemlich rund. Unzählige Rezeptideen, die ich unbedingt vor die Linse und aufs Papier bringen möchte. Dazu das eine oder andere Special, dass sich so nebenbei immer wieder auftut. Dazu endlich verstehen, wie der Algorithmus von Pinterest funktioniert, um darüber mehr Besucher auf dem Blog zu bekommen. All diese Dinge sollten alle im Urlaub stattfinden. Wenn ich endlich mal richtig Zeit habe. Ist doch klar, oder?!

Ich weiß nicht mehr, was genau in meinem Kopf die Bremse ausgelöst hat, aber ich trat ziemlich heftig, endgültig und für meine Verhältnisse absolut rechtzeitig auf das Pedal. Und bog gedanklich nochmal schnell um die Ecke. Ohne größeren Schaden zum Glück. Das war bekanntlich auch schon anders. Nur ein paar schwarze Bremsspuren habe ich hinterlassen. Die dürfen bleiben und ich werde mich gerne daran zurückerinnern: wie ich von ganz allein und ohne mahnenden Finger des Herzensmenschen in Richtung Urlaub abgebogen bin.

Und Schokoladenpfeffer? Schickte ich ins Last-Minute-Feriencamp. Wenn ich Urlaub kann, kann das auch das Blogbaby. Und der Herzensmensch und ich? Wir hatten einen wunderbaren Urlaub und trotz vieler Tage hier zuhause keinen Alltag. Das ist für mich persönlich das Wichtigste. Aber auch das Schwierigste. Den eigentlichen Routinen sagen, sie können sich jetzt gerne verabschieden und nach dem Urlaub zurückkehren. Und wenn ich mal wieder kurz davor war, hab ich nochmal ganz schnell diesen Blogpost gelesen. Denn dieses Gefühl vor einem Jahr hat in mir sehr viel verändert.

Seitdem gibt’s die einen oder anderen Bremspuren, die ich in meinem Kopf hinterlassen habe. Und ich erinnere mich gerne an die Momente zurück, wenn ich volle Kanne in die Bremspedale gestiegen bin. Denn immer war der andere Weg der bessere. Nicht zuletzt ist der Blogpost im Sommer immer wieder eine gute Wahl, wenn endlich die Tomatenernte begonnen hat. Ich wollte aber eigentlich noch über Kirschen reden. Das habe ich im Urlaub nämlich auch gemacht. Zweimal die Kirschbäume im Garten meiner Eltern aufgesucht und eine ordentliche Kirschsause veranstaltet.

Dabei kam unter anderem dieser Crumble heraus. Ultralecker. Und auch noch low carb. Du meine Güte! Das Eis macht das wieder wett, keine Sorge. Wobei ich auch hier den Zucker durch Ahornsirup ersetzt habe und finde, das schmeckt man überhaupt nicht. Man kann das Eis auch weglassen, aber ich ohne Eis ist ein Crumble irgendwie nur ein halber Crumble. Und wenn man das Eis gegen Schlagsahne austauscht, hat man auch nicht unbedingt etwas gewonnen. Schokoladenpfeffer habe ich heute übrigens wieder gesund und gut erholt aus dem Feriencamp abgeholt.

Habt es fein.
Eure Hannah

(Low Carb) Kirsch-Crumble mit cremigem Joghurteis

5 von 1 Bewertung
Portionen 2 Dessertliebhaber (oder eine kleine Aufflaufform)

Zutaten
  

Für den Kirsch-Crumble

  • 60 g Kokosmehl
  • 60 g gemahlene Mandeln
  • 40 g Haferflocken
  • 80 ml Ahornsirup
  • 2 Eier
  • 60 g Kokosöl
  • 50 g Butter (oder mehr Kokosöl)
  • 500 g Kirschen (mit Stein)
  • etw. Kokosblütenzucker

Für das Joghurteis

  • 150 g Sahne
  • 350 g Vollmilchjoghurt (ich: griechischer Joghurt)
  • 1 TL Zitronensaft
  • 60 g Ahornsirup

Anleitungen
 

Für den Kirsch-Crumble

  • Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
  • ie Kirschen waschen und entsteinen. Eine kleine Auflaufform mit etwas Butter ausreiben.
  • Die Kirschen halbieren und in der Auflaufform verteilen. Mit etwas Kokosblütenzucker bestreuen.
  • Für die Streusel Butter und Kokosöl zerlassen und etwas abkühlen lassen. Die trockenen Zutaten mischen. Die Eier mit dem Ahornsirup verquirlen. Die Mehlmischung und das zerlassene Fett hinzugeben und verrühren.
  • Die Streuselgroßzügig auf den Kirschen verteilen, bis alles bedeckt ist. Im vorgeheiztenOfen ca. 25-30 Minuten goldbraun backen. Schmeckt am besten lauwarm mit einer Kugel Eis.

Für das Joghurteis (mit und ohne Eismaschine)

  • Die Sahne halbsteif schlagen. Den Joghurt mit dem Zitronensaft und dem Ahornsirup verrühren. Die Sahne unterheben.
  • Die Masse in der Eismaschine ca. 30 Minuten cremig gefrieren lassen.
  • Für die Zubereitung ohne Eismaschine, die Masse in einen gefriergeeigneten Behälter geben und ungefährt 5 Stunden tiefkühlen. Dabei 2-3 Mal pro Stunde kräftig durchmixen, damit sich nicht so viele Eiskristalle bilden.

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2 Kommentare

  1. 5 stars
    Liebe Hanna, das wird auf jeden Fall nachgebacken, freu mich schon auf das Ergebnis. Schöne Woche für euch und liebe grüsse

    Liebe hanna, das wird nachgebacken, freu mich schon auf das ergebnis. Schöne Woche euch. Liebe grüsse

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