Ananas-Kokos-Smoothiebowl mit karamellisierter Ananas – Planänderungen.

Wir fahren morgen in den Urlaub. Und ich bin ziemlich aufgeregt. Es ist nämlich so: unser Urlaubsziel ist nicht unser eigentliches Urlaubsziel. Das eigentliche Urlaubsziel hat sich vor ungefähr drei Wochen in Luft aufgelöst. Zumindest die Pläne für das Ziel. Die Bretagne und die Normandie sollten es sein. Nordfrankreich also. Kultur, französische Dörfchen, rauhe Küsten, viel frischen Fisch und schottische Temperaturen. Die liebt der Herzensmensch. Nicht umsonst ist Schottland sein unangefochtenes Lieblingsland. Das sollte unser Urlaub werden. Ich hatte die besten Reiseführer gekauft, weil ich in der Hinsicht immer noch ziemlich klassische bin – trotz Internet und vor allem Pinterest.

Ich liebe Reiseführer. Meine Liebe wächst, je abgegriffener sie während des Urlaubs werden. Und ich liebe es neben dem Herzensmenschen auf dem Beifahrersitz zu sitzen, die Füße auf dem Amaturenbrett und aus dem Reiseführer vorzulesen. Uns das Land und die Kultur näherzubringen. Dabei habe ich immer einen ziemlich guten Plan. Ich bin die Meisterin der Urlaubplanung. Das hab ich im Laufe der Jahre absolut optimiert. Ich plane und der Herzensmensch ist glücklich, damit nichts zu tun zu haben. Dieses Jahr ist es anders. Seit drei Wochen heißt unser Urlaubsziel nämlich nicht mehr Nordfrankreich. Sondern Bayern. Und Südtirol. Und die nördliche Provence. Und vielleicht noch das Burgund. Dann wären wir einen Kreis gefahren. Das kann auch ein Ziel sein.

Jedenfalls weicht der Plan ziemlich ab. Schuld daran ist unserer Spontanität was Unterkünfte angeht. So ausgeklügelt mein Plan auch ist was die Reiseroute angeht, so planlos verfolgen wir das mit den Unterkünften. Meist buchen wir nur die ersten paar Nächte und ab da wird es spontan. Je nachdem wo wir gerade sind. Das hat bisher auch immer hervorragend funktioniert. Dieses Mal wollten wir es jedoch so machen, dass wir zwei oder drei Unterkünfte im Voraus buchen und von dort aus herumreisen. Völlig optimistisch dachte ich, drei Wochen vorher buchen reicht dabei völlig aus. Hah! Weit gefehlt! Ein französischer Landsmann im Büro hatte mir verraten, dass die Franzosen bereits im Juli ihr eigenes Land belagern und die meisten Unterkünfte schon Monate voraus gebucht werden. Er hatte wohl Recht.

Nachdem ich ungefähr 16 Stunden nach Unterkünften geschaut habe, war ich nicht nur aggressiv, mir ist auch die Lust komplett vergangen. Klar gab es noch das Eine oder Andere, aber ein wenig anspruchsvoll darf man ja sein, oder? Und auf der anderen Seite sollten zweieinhalb Wochen Frankreich auch nicht unser finanzieller Ruin sein. Es musste also ein Notfallplan her. Also hab ich das Pferd von hinten aufgezäumt. Ich habe bei Urlaubsarchitektur geschaut, welche Unterkünfte in Europa dort Im Juli überhaupt noch zu haben sind. Und so sind wir am Walchensee in Bayern gelandet. Und danach in Südtirol. Beides gefunden bei Urlaubsarchitektur (Beschde!).

Und danach fahren wir in die Drôme und wohnen eine Woche bei einer meiner Lieblingsbloggerinnen. Die hat nämlich Ferienwohnungen. Und genau in der einen Woche war noch eine der Wohnungen frei. Und ich freu mich wie ein kleines Kind, sie kennenzulernen. Und trotzdem bin ich aufgeregt. Im Gegensatz zu unserem ursprünglichen Urlaubsziel habe ich nämlich noch keinen Plan. Überhaupt keinen. Ich hatte in den letzten drei Wochen gar keine Zeit mehr dazu, mich damit zu beschäftigen. Und sehe es jetzt als kleine Herausforderung. Da dieses Jahr sowieso mein „Ich-versuche-Einiges-zu-änder-Jahr“ ist, nehm ich das jetzt einfach so, wie es kommt. Ohne Plan. Einfach drauf los. Das klingt vermutlich völlig gagga. Und jeder denkt, so macht man das doch im Urlaub. Und so soll es doch sein.

Ja, vielleicht. Ich brauche aber grundsätzlich immer einen Plan. Damit fühle ich mich sicher. Für mich ist das total verrückt, morgen einfach loszufahren und noch nicht zu wissen, was wir die nächsten Tage am Walchensee machen. Aber ich freu mich drauf. Sehr sogar. Und ich bin gespannt, wie ich es verkrafte. Wenn mir alles zuviel wird, mach ich eben nachts noch einen Plan. Oder wenn wir im Auto sitzen. Dann kommt halt doch Pinterest ins Spiel. Reiseführer ist ja dieses Mal nicht. Ich werde berichten.
Mit dieser herrlich sommerlichen Smoothiebowl verabschiede ich mich jetzt in den Urlaub. Gepackt ist nämlich noch gar nichts. Übrigens kann ich euch mal wieder nur ans Herz legen, immer gefrorene Bananen im Tiefkühler zu haben. Damit könnt ihr euch bei dieser Hitze jeden Morgen eine Smoothiebowl zaubern.

Habt es fein.
Eure Hannah

Für zwei Bowls

Für den Smoothie
1 gefrorene Banane
½ reife Ananas
1 EL gemahlenen Erdmandeln
1 EL Haferklocken
100 ml Kokosmilch (oder Milch nach Wahl)
50 ml Wasser

Für die karamellisierte Ananas
2-3 Scheiben Ananas
2 EL Ahornsirup

Toppings
Chiasamen
Hanfsamen
Kokoschips
Kokosjoghurt
1 Passionsfrucht

Für den Smoothie alle Zutaten im Mixer cremig mixen. Der Smoothie sollte ziemlich dickflüssig sein. Den Ahornsirup in einer Pfanne erhitzen bis er zu schäumen beginnt. Die Ananas hineingeben und von beiden Seiten braten bis sie leicht bräunlich karamellisiert. Die Kokoschips in einer Pfanne ohne Fett leicht anrösten. Den Smoothie auf zwei Schüsseln verteilen, Die karamellisierte Ananas darauf verteilen und mit den Toppings verzieren. Kühl genießen.

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2 Kommentare

  1. Das Rezept habe ich noch nicht ausprobiert, aber anbei noch ein paar Urlaubstipps für den Walchensee (nähere Umgebung):
    Großer Ahornboden
    Mittenwald: (touristisch aber schön)
    Schlechtwetter: Freilichtmuseum Glentleiten
    Wanderung: Karwendel von Scharnitz (AUT) aus über Pürzelgrat sowie alles rund und auf den Karwendel
    Einen schönen Urlaub!! Und ein dickes Lob für deinen Blog, die Rezepte und Geschichten drumherum :o)
    Grüße aus Leonberg!
    Julia

    1. Liebe Julia,

      wie schade, dass ich deine Tipps erst jetzt lese – ich habe tatsächlich zwei Wochen „Blogpause“ gemacht und
      auch gar nicht in die Kommentarbox geschaut…
      Wir hatten eine wunderbare Zeit und waren definitiv nicht das letzte Mal dort – spätestens dann schau ich mir deine Tipps nochmal an 😉
      Und lieben Dank für dein Lob für meinen Blog – das freut mich immer sehr!
      Alles Liebe nach Leonberg!
      Hannah

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