Gemüse-Kokos-Curry – Aus der Kategorie: Lieblingsrezepte.

Letztens haben der Herzensmensch und ich überlegt, welches Gerichte sind, die bei uns andauernd oder zumindest relativ häufig auf den Tisch kommen. Ich hätte jetzt erwartet, dass wir aus dem Stehgreif mindestens zehn Gerichte aufzählen können, die wir ganz oft machen. Entweder weil sie uns besonders gut schmecken oder weil sie unter der Woche easy zu machen sind oder beides. Tja, falsch gedacht. Ein Gericht fiel uns ein und dann war erstmal Stille. Ok, das ist missverständlich ausgedrückt. Uns fielen natürlich superviele Gerichte ein, Lieblingsrezepte sozusagen, aber fast keines davon gibt es tatsächlich einmal im Monat oder so. Eher einmal im halben Jahr oder oft in noch größeren Abständen. Linsen und Spätzle zum Beispiel. Eines unserer absoluten Lieblingsgerichte. Aber irgendwie schaffen wir es nicht, dass öfter als 1-2 Mal im Herbst/Winter zu machen und im Frühling/Sommer steht es dann irgendwie nicht mehr zur Auswahl. Dabei könnte ich mich da reinlegen. Ofenschlupfer ist auch so ein Lieblingsessen von mir. Das hat meine Mama früher oft gemacht. Mit Äpfeln und Rosinen drin und gaaaanz viel Vanillesauce drüber. Jegliche Formen von Gnocchi kommen bei mir auch auf die Liste.

Oder aber das heute mitgebrachte Curry. Ein absolut wandlungsfähiges Gericht sag ich euch. Das gibt es tatsächlich im Vergleich zu den anderen Leibspeisen dann doch ziemlich häufig. Nicht nur weil es unglaublich lecker und easy zu machen ist, sondern weil man es ganz nach Geschmack abwandeln kann. Es eignet auch hervorragend zur Resteverwertung. Noch einen halben Brokkoli im Kühlschrank? Rein damit. Die verschrumpelten Möhren machen sich auch gut darin. Süßkartoffeln, Pilze, Paprika, Spinat, Kartoffeln – ihr seht schon wo die Reise hingeht. Tofu kann natürlich auch reingeschnippelt werden. Ganz nach eurem Geschmack, lautet hier das Motto. Die Basis bilden dabei immer ganz viele tolle Gewürze – oder wenn diese nicht verfügbar sind einfach Currypulver und Currypaste. Und die Kokosmilch ist wichtig. Die macht das Ganze schön sämig und verleiht außerdem den typischen Kokos-Curry-Geschmack.

Ich mache dazu gerne braunen Basmatireis oder Quinoa, es passt aber natürlich normaler Basmati- oder Jasminreis auch vorzüglich. Darüber ein paar Cashewkerne und frischen Koriander. Ich könnt reinliegen. Und außerdem steckt das Curry voller guter Nährstoffe und Vitamine – dafür gibt’s nochmal ganz viele Pluspunkte auf der Lieblingsrezeptskala. Jedenfalls hab ich mit diesem Curry beschlossen, noch eine neue Kategorie für euch zu eröffnen. Lieblingsrezepte. Die möchte ich gerne mit euch teilen und euch wie immer dazu motivieren, sie nach zu kochen, abzuwandeln oder einfach nur anzuschauen. Witzigerweise fallen mir beim Thema Lieblingsrezepte vor allem Rezepte aus meiner Kindheit oder Jugend ein. Viele davon habe ich mittlerweile in etwas gesündere und vollwertköstlichere Versionen umgewandelt, aber manche bleiben nach wie vor ganz traditionell. Bleiben wir alle miteinander gespannt, was da noch so auf dem Blog landet 🙂

Habt es fein.
Eure Hannah

Für 2 gute Esser

1 kleiner Brokkoli
2 Möhren
1 Handvoll Champignons
1 kleine Süßkartoffel
1 Handvoll Blattspinat (frisch oder tiefgefroren)
1 daumengroßes Stück Ingwer
½ Chilischote (oder etw. Chilipulver)
1 Zwiebel
½ TL Senfkörner
1 TL Kurkuma
½ TL Cumin
½ TL Bockshornkleesamen
1 TL gemahlener Koriander
3 Curryblätter
250 ml Gemüsebrühe
Eine kleine Dose Kokosmilch
Salz
Pfeffer
1 gute Prise Kokosblütenzucker (oder Rohrohrzucker)
2 EL Kokosöl (oder Ghee oder Olivenöl)

Zum Servieren
Reis nach Bedarf (ich: brauner Basmatireis oder Quinoa)
Eine Handvoll Cashewkerne
Frischer Koriander nach Belieben

Zunächst alles Gemüse vorbereiten. Möhren und Süßkartoffel schälen und in Würfel schneiden. Den Brokkoli in Röschen teilen und waschen. Die Champignons putzen und die Stiele abtrennen. Je nach Größe achteln oder vierteln. Den Spinat waschen. Die Zwiebel und den Ingwer schälen und kleinhacken. Die Chili waschen und in dünne Ringe schneiden. Eine große Pfanne erhitzen und die Senfkörner darin rösten bis sie anfangen zu hüpfen. Das Kokosöl hineingeben. Zwiebeln, Chili und Ingwer darin ein paar Minuten anschwitzen, bis die Zwiebeln schön weich und glasig sind. Kurkuma, Cumin, Bockshornkleesamen und gemahlenen Koriander hinzugeben und alles einige Minuten unter Rühren anbraten. Das Gemüse bis auf Brokkoli und Spinat hinzugeben, kurz mitbraten und dann mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen. Die Curryblätter hinzugeben, salzen und pfeffern und eine Prise Zucker hinzugeben. Alles ca. 15- 20 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Es darf aber ruhig noch etwas Biss haben. Den Brokkoli ca. 8 Minuten vor Ende der Garzeit hinzugeben. Am Schluss den Spinat unterrühren. Währenddessen den Reis oder Quinoa nach Packungsanleitung garen. Die Cashewkerne nach Bedarf in einer Pfanne ohne Fett etwas anrösten. Den frischen Koriander waschen trockenschütteln und die Blättchen von den Stielen zupfen. Das fertige Curry zusammen mit Reis oder Quinoa auf Schüsseln verteilen, Cashewkerne darüber geben und mit frischem Koriander servieren.

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