Banana Bread – Über Ausnahmen und Alternativen.

Mit meiner Ernährung bin ich manchmal etwas eigen. Beziehungsweise habe ich einfach für mich bestimmte Prinzipien festgelegt. Mit denen komme ich gut klar und lebe sehr gut damit. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung steht für mich über allem. Dabei muss es nicht immer strikt vegetarisch oder vegan sein. Ich esse auch mal ein gutes (!) Stück Fleisch oder mag Fisch sogar sehr. Aber eben mal. Mal heißt mal und nicht immer. Mal kann auch heißen an einem Wochenende an zwei Tagen hintereinander. Kann aber auch heißen drei Wochen gar nicht. Ehrlich gesagt, wie ich Lust darauf habe. Und damit fahre ich ganz gut, denn ich habe wirklich eher selten Lust auf Fleisch. Wenn das mit den Süßis nur auch so einfach wäre. Hah. Es ist tatsächlich so einfach. Seit wir den raffinierten Zucker eigentlich komplett aus unserer Küche verbannt haben und nur noch mit alternativen Süßungsmitteln süßen, sowieso. Nein, ehrlich. Ich habe überhaupt kein Problem, auf Naschzeugs und Kuchen usw. zu verzichten, weil mir mein gesunder Lebensstil wirklich Spaß macht.

Da ich mich selbst dann aber manchmal auch echt übertrieben und gagga finde, sind die Wochenenden meine Ausnahmen. Da ist Dessert fast ein Muss und wir futtern genüsslich einen Zwetschgencrumble mit Vanilleeis nach dem Essen oder sonntags ein Stück Kuchen. Und genüsslich heißt wirklich genüsslich. Genuss pur sozusagen. Und deshalb backe ich meinen Alltime Favourite tatsächlich auch manchmal auf etwas andere Art und Weise als meine bereits vorgestellte „gesunde“ Variante. Mit echten Eiern und so. Und Öl. Und Dinkelmehl. Böses Gluten also. Ganz weit lehne ich mich da aus dem Fenster. Nur der Zucker, der kommt mir nicht mehr ins Haus. In diesem Fall verwende ich Kokosblütenzucker. Aufgrund seinem niedrigen glykämischen Index lässt er den Blutzuckerspiegel um ein Vielfaches langsamer ansteigen als weißer oder brauner Zucker. Und schmecken tut er genauso. Süß halt. Ein bisschen wie brauner Zucker. Bisher habe ich im Kuchen keinen Unterschied gemerkt. Allerdings habe ich noch keinen Marmorkuchen o.Ä. damit gebacken. Kommt aber noch. Ich werde dann berichten.

In diesem Banana Bread harmoniert er jedenfalls vorzüglich. So. Und was ist nun das Ende von meiner ganzen Vorrede? Manchmal muss es eben doch die normale, nicht ganz so gesunde Version von etwas sein. Weil manchmal ja nur manchmal ist. Und wenn man das manchmal macht, passiert ja auch nichts. Weil unser Körper ganz schön stark ist und das sehr gut verkraften kann. Nur immer ist nicht so doll. Jeden Tag quasi. Oder mehrmals die Woche. Das mag er dann nicht mehr so und das lässt er uns dann irgendwann auch spüren. Aber weil manchmal geht, gibt’s heute das Ausnahmen-Alternativ-Rezept. Und psst, es schmeckt ganz vorzüglich.

Habt es fein.
Eure Hannah

Für eine Kastenform mit 30cm Länge

3 große reife Bananen
275 g brauner Zucker (ich: 200 g Kokosblütenzucker)
3 Eier
140 ml Vollmilch
70 ml Sonnenblumenöl (ich: Rapsöl)
275 g Mehl (ich: Dinkel 630)
1 1/2 TL Backpulver
1 TL Natron
Salz
180 g Pekanüsse (ich: Walnüsse)

Den Ofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und eine Kastenform mit Backpapier auslegen.
Die Nüsse auf einem Backblech verteilen und 5-10 Minuten im heißen Ofen rösten. Grob hacken und beiseitestellen.
Die Bananen mit der Gabel gut zerdrücken. In einer Rührschüssel Bananenbrei, Eier und Zucker gut miteinander verrühren. Auf niedriger Stufe weiterrühren, währenddessen ½ TL Salz, die Milch und das Öl langsam einrühren. In einer zweiten Schüssel das Mehl mit dem Backpulver und dem Natron vermischen und bei laufendem Gerät unter die Bananenmischung rühren. Ca. 5 Minuten weiterrühren, bis alles gut vermengt ist. Die Nüsse unterheben und den Teig in die Form füllen.
Den Kuchen im Ofen ca. 1 Stunde 10 Minuten backen, je nach Ofen. Stäbchenprobe machen. Den Kuchen 5 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen. Er hält sich in Alufolie verpackt bis zu 5 Tagen.

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