Kokos-Früchte-Granola – Frühlingsfrischer Knusperspaß.

Es ist jedes Jahr das Gleiche. Ich könnte die Uhr danach stellen. Jedes Jahr Mitte Februar hab ich ihn satt. Den Winter. Da kann er sich von mir aus selbst auf die Schulter klopfen, stolz sein, wie lange er es dieses Mal ausgehalten hat und sich selbst ein wenig feiern. Kann er, is mir wurscht. Solange er dann relativ zügig auf dem Absatz kehrt macht und das Weite sucht. Leider entspricht diese Verhaltensweise des Winters eher der Vorstellungen in meinem Kopf als der Realität. Die Wahrheit ist nämlich, der Winter dreht zumindest in Stuttgart grad nochmal voll auf. Kälte, Nässe, Schneematsch, eisiger Wind. Da macht er es uns nicht so leicht.

Klares Aufmerksamkeitsdefizit wenn ihr mich fragt. Jeder redet schon vom Frühling und von Sonne und Käffchen draußen und Ostern und überhaupt das Gefühl, dass der Frühling mit sich bringt. Pffff, denkt da der Winter. Noch bin ich da. Hallooooo?! Sehr ihr mich nicht? Na gut, wer nicht sehen will, muss fühlen. Oder so ähnlich, denkt sich das der Winter. Um dann zu beschließen, die Nächte nochmals unter den Gefrierpunkt fallen zu lassen. Der Sonne das Wort zu verbieten. Dem Regen alle Macht zu geben. Ok Winter. Wenn dich das glücklich macht und dich vor Testosteron fast platzen lässt, mach halt. Das halten wir nun auch noch durch. Der Frühling kommt nämlich, ob dir das passt oder nicht. Er kam noch jedes Jahr und brachte das große Frühlingsglück mit sich.

Bis dahin gibt’s eben noch ein bisschen Soulfood und Schmuddelfood und heißen Kakao. Ist ja durchaus lecker und immerhin hat man das dann ganz lange nicht mehr. Bei uns gibt es deshalb noch Curries, Suppen, Wurzelgemüse und Feldsalat bis zum Umfallen. Und morgens warmes Porridge mit Orangen und Äpfel. Ok, das stimmt jetzt nicht ganz. Also doch schon, aber es trifft nicht auf jeden Morgen zu. Ich wechsle morgens sehr gerne ab und variiere mein Frühstück. Was es immer ist: warm, gesund, vegan. Und natürlich lecker. Mal gibt’s Bircher Müsli, mal Porridge aus Hafer und Amaranth. Mal Hirsebrei oder Quinoa in Mandelmilch gekocht. Mal ein Baked Oatmeal aus dem Ofen oder schwarzen Reis mit Kokosmilch. Ok, ich glaube, ich muss euch hier noch ganz schön viele Lieblings-Frühstücksrezepte vorstellen.

Das trifft sich gut, ich hab nämlich heute schon eins im Schlepptau. Hah, was bin ich doch gewitzt. Nachdem mein euch bereits vorgestelltes Buchweizengranola unangefochtene Nummer 1 ist, was eure Klicks angeht, spuck ich euch direkt noch ein Lieblings-Granolarezept von mir aus. Bin ja nicht so. Und weil wir wahrscheinlich alle am liebsten mit riesigen Hüpfern dem Frühling entgegenspringen würden, passt dieses Granola ganz wunderbar. Dank einem guten Teelöffel voll Zitronenabrieb und ganz vielen Kokosflocken beschert es uns den reinsten Frühlings-Knusperspaß. Frisch, leicht und etwas exotisch schmeckt es.

Es lässt sich wunderbar je nach Jahreszeit mit passenden Früchten kombinieren. Aktuell esse ich es gern mit filetierten Grapefruits oder Orangen. Im Frühling mit Rhabarberkompott oder Erdbeeren. Im Sommer mit Beeren, Pfirsichen oder Aprikosen und im Herbst mit Birnen oder Äpfeln. Immer dazu Kokosjoghurt, Mandelmus und etwas Ahornsirup. Ich bringe euch wie immer nur einen Vorschlag mit. Ihr könnt das Granola ganz nach eurem Geschmack abwandeln. Aber bitte probiert unbedingt die geriebene Zitronenschale darin aus. Die ist wirklich der Clou. So und jetzt rufen wir alle nochmal gemeinsam ganz laut nach dem Frühling und hoffen, dass ihm das ganz doll schmeichelt und er vor lauter Glück einen großen Zahn zulegt.

Habt es fein.
Eure Hannah


Für ein großes Glas oder ca. 10 Portionen

4 große Handvoll Flocken (ich: Hafer- und Dinkelflocken)
2 EL gepuffter Quinoa (optional)
2 Handvoll Saaten (ich: Kürbis- und Sonnenblumenkerne)
2 Handvoll Nüsse (ich: Walnüsse und Pekannüsse)
1 Handvoll Kokosraspel oder –chips
2 EL Rosinen
2 EL Gojibeeren (oder mehr Rosinen)
1 große Handvoll Trockenfrüchte (ich: Aprikosen und Datteln)
1 TL Zitronenabrieb
4 EL Ahornsirup (oder flüssiger Honig leicht erwärmt)

Den Ofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Nüsse und Trockenfrüchte grob hacken. In einer Schüssel die Flocken mit den Saaten, Nüssen, den Kokosraspeln und dem Zitronenabrieb in einer Schüssel gut mischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, mit etwas Öleinpinseln und die trockene Mischung darauf verteilen. Den Ahornsirup darüberträufeln und mit den Händen gut vermengen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen. Dabei mehrmals gründlich vermischen. Nach 20 Minuten die Trockenfrüchte untermischen und weitere 10 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und in ein gut verschließbares Glas geben. Dort hält es sich gut einen Monat.

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