Kichererbsensalat – facettenreiches Unterfangen.

Der Sommer hat offiziell begonnen und das ja wirklich nicht in untertriebenem Maße. Mit voller Wucht würde es eher treffen. Ich weiß nicht, wann wir das letzte Mal einen so tollen kalendarischen Sommeranfang hatten. Ganz schön geschwitzt haben wir schon in unserer Wohnung. Kein Wunder, dass wir das Leben quasi auf unseren Balkon zwischen die Tomatenpflanzen und duftenden Kräutern verlagert haben. Sogar einen kleinen Teich mit kleinen supersüßen Seerosen hat uns der Herzensmensch dieses Jahr angelegt. Urban Gardening. So nennt man das doch, oder? Wir mögen unsere grüne Oase jedenfalls sehr und verbringen fast jede freie Minute dort. Meist grillend. Zumindest nach Feierabend. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft wir dieses Jahr schon gegrillt haben. Für uns, für Freunde, für die Family. Großer Grillspaß ist das jedes Mal. Dabei geht es natürlich überwiegend vegetarisch zu. Zumindest für mich. Der Herzensmensch braucht immer noch seine (Schnecken-)Wurst. Absacker quasi. Und wenn Gäste kommen, die bekommen natürlich auch jeden (Fleisch-)Wunsch erfüllt. Aber sonst sind wir tatsächlich große Veggie-Grillfans. Und ich sag euch, da geht ordentlich was: gegrillter, lauwarmer Zucchinisalat ist ein Muss, mediterran gefüllte Paprika schmeckt wie Pizzabelag und gefüllte Portobellopilze sind sowieso ein Hingucker. Unsere letztjährige Grillentdeckung: Maiskolben. Nie mehr ohne. Unsere diesjährige: gegrillte Weinbergpfirsiche. Alter Schwede. Die dann mit Büffelmozzarella und Basilikum als Capresevariante oder mit frisch abgezupftem Thymian und Ziegenkäse serviert – ein Sommerträumchen.

Heute geht’s aber nicht darum, was auf den Grill kommt, sondern was es zu den Leckereien dazu gibt. Mein Part sozusagen. Grillen überlasse ich dem Herzensmenschen. Ich bereite zwar alles mit vor, widme mich aber mit vollem Enthusiasmus dem Drumherum. Und auch da hat die vegetarische Küche so einiges zu bieten. Und damit meine ich jetzt nicht den Standard-Schichtsalat, Kartoffelsalat oder Krautsalat vom Buffet. Dem kann ich persönlich nicht so viel abgewinnen. Linsensalat, Taboulé, Wassermelone-Feta-Salat, Mango-Caprese dahingegen sind supereasy vorzubereiten, schmecken herrlich nach kreativer Sommerküche und kommen immer gut an. Oder eben Kichererbsensalat. Eigentlich meine ich damit einfach eine Portion frisch gekochte oder vorgekochte Kichererbsen. Das wars. Also für die Basis. Und dann geht der Spaß erst richtig los und es ist Austoben angesagt. Es gibt unzählig viele Gestaltungsvarianten. Hier sage ich euch mal meine liebsten, bevor ich euch dann ein Rezept davon vorstelle:

– Mediterran: Kichererbsen, Büffelmozarella, Rucola, Tomate, Basilikum, Pinienkerne
– Orientalisch: Kichererbsen, Tomate, Gurke, Minze, Petersilie
– Griechisch: Kichererbsen, Schafskäse, Oliven, Gurke, Tomate
– Hipster: Kichererbsen, Süßkartoffeln, Ziegenkäse, Walnüsse, Babyspinat
– Hannah-Style: Kichererbsen, Avocado, getrocknete Tomaten, Schafskäse, Pinienkerne, Petersilie

Dreimal dürft ihr raten, welches Rezept ich euch heute mitbringe. Ihr kommt nicht drauf, gell?! Verstehe ich. Zur Auflösung noch etwas nach unten scrollen.

Habt es fein.
Eure Hannah

Kichererbsensalat „Hannah-Style“ für zwei gute Esser
(oder für vier Personen als Grillbeilage)

250 g Kichererbsen (eingeweicht und gekocht oder aus der Dose)
200 g Fetakäse (ich: Schafskäse)
1 reife Avocado
6-7 getrocknete Tomaten (ich: in Öl eingelegt)
1 Handvoll Pinienkerne
1 EL glatte Petersilie
Olivenöl
Balsamicocreme (alternativ: etwas Balsamicoessig und ein TL Honig)
Salz
Pfeffer

Wenn frische Kichererbsen verwendet werden, diese über Nacht einweichen und dann in reichlich Wasser ca. 1 Stunde bissfest kochen. Kichererbsen aus der Dose in einem Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abwaschen und gut abtropfen lassen. Die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten. Die getrockneten Tomaten, wenn in Öl eingelegt, etwas abtropfen lassen und in kleine Stücke schneiden. Die Avocado halbieren, den Kern entfernen und das Fleisch mit einem Löffel auslösen. Ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Die Petersilie waschen und fein hacken. Die Kichererbsen mit den getrockneten Tomaten und die Pinienkernen vermengen. Den Fetakäse grob darüber bröckeln, die Avocado und die Petersilie dazugeben. Mit etwas Olivenöl beträufeln, einige Spritzer Balsamicocreme darauf verteilen und mit Salz und Pfeffer würzen. Alles vorsichtig unterheben, damit der Fetakäse und die Avocado nicht zu matschig werden. Bei Bedarf mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken.

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2 Kommentare

  1. Liebe Hannah,

    Seit über einer Stunde schwelge ich im Gourmet-Himmel beim Lesen deiner Rezepte. Eine tolle Auswahl, so tolle Texte und superschöne Fotos. Danke, dass du uns an deiner Leidenschaft teilhaben lässt!!

    Alles Liebe,
    deine Miri

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