Geröstete Paprikasuppe – Trunken vor Geschmacksglück.

Kennt ihr den Geschmack von ofengerösteten Paprika? Nein? Dann lasst uns das dringend ändern. Ihr wisst ja nicht, was ihr verpasst. Ihr verpasst etwas ganz Großes. Ein großes Stück vom Glück. Vom Geschmacksglück sozusagen. Und dieses Versäumnis hat wirklich niemand verdient. Ofengeröstete Paprika ist Genuss pur. Es ist wie das erste Schokoladeneis, wenn es draußen wärmer wird. Oder lauwarmer Applecrumble mit Vanilleeis, wenn es draußen kälter wird. Nur in salzig. Und jahreszeitenunabhängig. Grundsätzlich holt der Ofen bzw. die sich darin entwickelten Röstaromen nochmal so einiges aus vielen Gemüsesorten raus. Blumenkohl ist auch so ein Beispiel. Kennt ihr den Geschmack von ofengeröstetem Blumenkohl? Nein? Ok, hier könnten wir jetzt das gleiche Spiel spielen. Machen wir aber wann anders mal. Jetzt zurück zur Paprika. Eine im Ofen geröstete Paprika hat geschmacklich nur sehr wenig von der Paprika in Rohkostform zu tun. Die Konsistenz würde ich als samtweich bezeichnen, der Geschmack wird um ein Vielfaches intensiver und fruchtiger. Ich kann das gar nicht so richtig beschreiben. Das trifft es. Der Geschmack ist unbeschreiblich. Unbeschreiblich und unverschämt lecker. Wer mein Curry mit ofengerösteten Paprika bereits nachgekocht hat, weiß, wovon ich spreche.

Bei dieser wunderbaren Suppe nehmen wir als Flüssigkeitsgrundlage allerdings keine Kokosmilch sondern Gemüsebrühe und Sahne. Weg vom asiatischen Touch, hin zum italienischen. Etwas geriebener Parmesan kommt noch rein, eine gute Prise Salz, fertig. Mehr braucht es nicht und trotzdem verlangt der Gaumen dringend Nachschlag. Ein wunderbar einfaches, aber geschmacklich unverwechselbare Gericht. Wer die Suppe als Hauptspeise reicht kann noch etwas kurz gebratenes weißes Fischfilet als Einlage servieren und geröstetes Weißbrot dazu reichen. Oder für jeden Mitesser drei gebratene Garnelen auf einem Spieß dazu servieren. Superlecker. Wer jetzt schreit: Was? Suppe als Hauptgericht? Davon werde ich nie satt! Bitteschön, einfach die Paprika mit weniger Flüssigkeit pürieren, Pasta nach Wahl kochen, alles vermengen, Parmesan drüber et voilà. Ebenso genial. Ihr könnt euch also austoben. Wichtig ist nur: Tut es. Besser jetzt als später.

Habt es fein.
Eure Hannah

Für zwei gute Esser

2 Paprikaschoten (ich: orange und gelb)
350 ml Gemüsebrühe
200 ml Sahne
Geriebener Parmesan (ich: eine kleine Handvoll)
1 TL frischer oder getrockneter Thymian
Salz
Pfeffer
1 Stich Butter

2 Scheiben Ciabatta oder Baguette
Olivenöl
Salz

Den Ofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Paprikaschoten waschen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten rösten, bis die Haut schwarze Blasen wirft. Aus dem Ofen holen und ein paar Minuten mit einem feuchten Tuch abdecken. Die Haut von den Paprika abziehen und die Paprika in einen Behälter zum Pürieren geben. Mit der Gemüsebrühe pürieren. In einen Topf geben und erhitzen. Die Sahne zugießen, den geriebenen Parmesan und den Thymian hinzufügen und bei geringer Hitze ein paar Minuten köcheln lassen. Die Butter einrühren, mit Salz und Peffer abschmecken und heiß servieren.
Das Weißbrot in dünne Scheiben schneiden, mit etwas Olivenöl bestreichen und mit Salz bestreuen. In der Grillpfanne bei starker Hitze.von beiden Seiten ohne Zugabe von weiterem Fett goldbraun rösten.

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