Flammkuchen mit Roter Beete und Ziegenkäse – Hängengeblieben.

Ich erkläre die Rote Beete zu meinem Gemüse des Jahres 2017. In jeglicher Hinsicht. Ich mochte die wunderschönen purpurfarbenen Knollen schon immer sehr gerne, aber in diesem Jahr bin ich tatsächlich an ihnen hängengeblieben. Immer und immer wieder, Woche für Woche landen sie im Marktkörbchen. Und danach im Backofen, im Topf oder in der Saftpresse. Und das Ergebnis macht mich einfach nur glücklich. Das Hütchen für Platz eins bekommt in diesem Jahr das einfachste aller Rezepte aufgesetzt: gebackene Rote Beete. Das könnte ich einfach so pur essen. Und zwar mehrmals die Woche. Hängengeblieben. Sag ich ja. Toll sind die gebackenen Knollen aber natürlich auch in Kombination mit anderen Dingen. Absolut begehrt darunter mein Rezept für gebackene Rote Beete mit Linsen und Ziegenkäse, das ich hier auch schon verbloggt habe. Dort kann man auch nochmal nachlesen, was die Rote Beete alles Tolles kann. Gesunde Eigenschaften und so. Zu Fisch mag ich gebackene Rote Beete auch supergerne. Mit Kartoffelstampf. Lecker.

Das Hütchen für Platz zwei geht in diesem Jahr geht an frischgepressten Rote-Beete-Karotte-Apfel-Ingwer-Saft. Auch daran bin ich eindeutig hängengeblieben. Sonntag für Sonntag und manchmal auch am Samstag verarbeitet unser lieber Entsafter mit ganzer Power die Knollen zu einem Saft, der farblich eine Wucht ist und dem in Sachen Gesundheitsfaktor niemand so leicht etwas vormachen kann. Der wird hier auch noch sein Plätzchen auf dem Blog finden. Das Hütchen für Platz drei bekommen im Übrigen alle anderen Rote-Beete-Gerichte, denn ich kann mich nicht entscheiden. Rote Beete-Suppe, Hummus mit Roter Beete, Rote Beete im Salat – alles oberlecker. So war zumindest der Stand von vor ein paar Wochen. Und dann gabs Flammkuchen. Ich hab ja eine kleine Schwäche für Flammkuchen. Zumindest für alle Flammkuchen, die nicht der traditionellen Art und Weise mit Speck und Zwiebeln entsprechen. Mag ich zwar auch, geht aber noch besser.

Zur Spargelzeit hab ich bereits den Spargelflammkuchen vorgestellt. Sensationell. Passend zum Herbst hab ich jetzt das ganze mit Roter Beete und Ziegenkäse ausprobiert. Für mich sowieso eine unglaublich gute Kombination. Ich wollte dann noch Petersilie und Walnüsse mit auf den Flammkuchen packen, hab aber letztendlich entschieden, daraus einfach ein Pesto zu machen. Das wollte ich sowieso schon lange mal ausprobieren. Das Pesto kam dann einfach klecksweise auf den fertigen Flammkuchen. Das der Flammkuchen mit der roten Knolle optisch natürlich ein Renner sein wird, lag auf der Hand. Aber ich sag euch: der Geschmack. Würzig, erdig, beetig. Beetig? Naja, ihr wisst was ich meine. Auf jeden Fall ein Oberknaller. Der Herzensmensch hat ihn kurzerhand zum besten Flammkuchen ever erklärt. Das soll was heißen. Ich möchte mal noch die Kombination mit Honig und Thymian anstelle des Pestos ausprobieren – das stelle ich mir auch unheimlich gut vor. Oder mit Fetakäse anstelle des Ziegenkäses. Wie auch immer: hängengeblieben ist immer noch der richtige Ausdruck.

Habt es fein.
Eure Hannah

Für zwei gute Esser (oder zwei Flammkuchen)

Für den Flammkuchen
225 g Mehl (ich: Dinkel 630)
2 EL Olivenöl
125 ml lauwarmes Wasser
1 Eigelb
1 TL Salz

200 g Crème Fraîche
2 kleine Knollen Rote Beete
1 Zwiebel
1 Rolle Ziegenkäse
Salz
Pfeffer

Für das Pesto
100 g Walnusskerne
100 g Parmesan
6 EL glatte Petersilie
½ TL Zitronenabrieb
75 ml Olivenöl
Salz
Pfeffer

Alle Zutaten für den Teig rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und in Frischhaltefolie eingewickelt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
Den Backofen auf 230 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Rote Beete waschen, schälen und in sehr dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Mit der Zwiebel ebenso verfahren. Den Ziegenkäse ebenfalls in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Die Creme Fraîche mit etwas Salz cremig rühren. Den Teig in zwei gleichgroße Teile schneiden und auf einer bemehlten Arbeitsfläche ganz dünn ausrollen. Er darf ruhig etwas formlos aussehen. Die Fladen jeweils auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Creme Fraîche großzügig auf der Teigfläche verstreichen. Die Rote Beete-Scheiben auf den Fladen verteilen. Darauf die Zwiebelscheiben und den Ziegenkäse geben. Mit etwas Pfeffer würzen und im vorgeheizten Backofen im oberen Drittel ca. 10 Minuten backen, bis der Rand braune Blasen wirft.
Währenddessen alle Zutaten für das Pesto in einen Standmixer geben und ca. 1 Minute zu einer grobcremigen Konsistenz mixen. Das Pesto klecksweise auf dem heißen Flammkuchen verteilen und servieren.

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3 Kommentare

  1. Hallo Hannah, heute Abend gab’s bei uns den Flammkuchen mit Roter Beete. War sehr lecker. Besonders gefallen hat uns auch das Pesto. Passt sehr gut dazu und war mal was ganz anderes. Zusätzlich zur Petersilie haben wir noch eine Handvoll Babyblattspinat genommen. Liebe Grüße, Edeltraud.

    1. Liebe Edeltraud,
      vieben Dank, das freut mich sehr!
      Das mit dem Blattspinat ist eine gute Idee – werde ich auch mal probieren.
      Das restliche Pesto macht sich auch sehr gut im Salatdressing oder dünn auf ein Brot gestrichen und mit Bergkäse belegt 🙂
      Viele liebe Grüße
      Hannah

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