Cleanes Erdbeertörtchen – Zweifel werden anerkannt.

Habt ihr schon mal veganen Kuchen probiert? Und damit meine ich jetzt nicht den obligatorischen Apfelstreuselkuchen, bei dem einfach nur die Butter durch pflanzliche Margarine ersetzt wird. Ich meine einen veganen Kuchen, der zudem auch noch nach dem Cleaneating-Prinzip gebacken wird. Also ohne industriellen Zucker und auch sonst aus naturbelassenen, möglichst unverarbeiteten Produkten. Ich muss ehrlich zugeben, ich würde an der Stelle nun jeden verstehen, der entweder sagt: nee, da trau ich mich nicht ran. Oder der sagt: ja, hab ich probiert, fand ich furchtbar. Das soll jetzt nicht bedeuten, dass auch ich von der veganen und cleanen Bäckerei gänzlich unbeeindruckt bin.

Immerhin bin ich ein großer Fan und Verfechter von gesunder, hauptsächlich zuckerfreier und ausgewogener Ernährung. Und immerhin bringe ich euch heute ein Rezept mit. Aber – und das ist der springende und ganz arg wichtige Punkt – es schmeckt eben anders und man muss sich dessen bewusst sein, wenn man in einen rohen Blaubeer-„Cheese“cake beißt. Mit herkömmlichen Kuchen und Torten aus Mehl, Butter, Zucker und Eiern hat es geschmacklich nichts zu tun. Bei Törtchen besteht der Boden meist aus pürierten Nüssen, Trockenfrüchten und Kokosöl. Und die Creme wird oft aus Cashewnüssen hergestellt. Gesüßt wird wahlweise mit Kokosblütenzucker, Honig (dann aber nicht vegan) oder Agavendicksaft. So. Ist man sich dessen nun erstmal bewusst und schließt jeglichen Vergleich mit einem herkömmlichen Käsekuchen etc. aus, ist man oftmals sehr positiv überrascht und gesteht, dass das ja gar nicht soooo übel schmeckt. Ich sag euch, wenn ihr Energyballs jeglicher Art mögt, dann schmecken euch auch die meisten cleanen Törtchen.

Und deshalb empfehle ich euch: probiert es doch einfach mal mit diesem Erdbeertörtchen. Es ist wirklich sehr lecker, supereinfach und gelingleicht, besteht nur aus sechs Zutaten und der Ofen bleibt dabei auch noch kalt. Vor allem an den jetzt folgenden heißen Sommertagen ein Geschenk. Und: sowohl euer Blutzuckerspiegel als auch euer Bikini werden euch sehr dankbar sein. Die verwendeten Zutaten haben wirklich allesamt gesunde Eigenschaften und tragen zu einer ausgewogenen Ernährung bei. Natürlich soll auch das hier nicht bedeuten, dass ihr das ganze Törtchen alleine verschlingen sollt – knapp 250 g Cashewnüsse sind nun auch nicht nichts, aber ihr könnt euch an der Stelle tatsächlich entspannt zurücklehnen und ein zweites Stück genießen, wo man bei der Käsesahnetorte dann noch einem inneren Kampf ausgesetzt ist.
Ich finds auf jeden Fall lecker und eine tolle Alternative, wenn einen die Törtchenlust packt, man sich aber vorgenommen hat, heute die Finger von Zucker und Co. zu lassen.
Und trotzdem: der nächste Käsekuchen folgt hier ganz bald. Schlussendlich ist in meiner Hannah-Backstube halt doch die gute alte Butter meine Freundin und Vertraute.

Habt es fein.
Eure Hannah

Für eine 18cm Springform

240 g Cashewkerne
100 g getrocknete Aprikosen (ich: 50g Aprikosen, 50g Datteln)
120 g Kokosöl
200 g Erdbeeren plus ein paar Erdbeeren für die Deko
2-3 EL Kokosblütenzucker (alternativ: Honig oder Agavendicksaft)

Die Cashewkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett hellbraun rösten und auf einem flachen Teller abkühlen lassen. Eine Springform mit Backpapier auslegen.
Die Aprikosen hacken. 40 g Kokosöl in einem kleinen Topf schmelzen. Für den Boden 100 g Cashewkerne zusammen mit den Aprikosen im Standmixer fein mahlen. Zusammen mit dem Kokosöl und einem TL Wasser verkneten. Die Masse in der Springform gleichmäßig verteilen und gut festdrücken. Ca. 30 Minuten in der Kühlschrank stellen.
In der Zwischenzeit die Erdbeeren waschen, putzen und grob in Stücke schneiden. Ein EL Cashewkerne für die Deko beiseite stellen. Das restliche Kokosöl in einem kleinen Topf schmelzen. Gemeinsam mit den Erdbeeren, den Cashewkernen, dem Kokosblütenzucker und 3 TL Wasser in den Standmixer geben und fein pürieren. Die Masse auf dem Cashewboden in der Springform gleichmäßig verteilen und 2-3 Stunden im Kühlschrank fest werden lassen. Mit den restlichen gehackten Cashewkernen und gewürfelten Erdbeeren dekorieren.
Am besten zwischen jedem Verzehr immer zurück in den Kühlschrank stellen, damit das Kokosöl fest bleibt.

Ich habe das Törtchen statt 2.3 Stunden im Kühlschrank ca. 1,5 Stunden in der Gefriertruhe fest werden lassen. Hat auch wunderbar funktioniert.

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