Buchweizenporridge mit gebratener Ananas – Ein Stück vom Glück 2.0.

In meinem letzten Blogpost habe ich ein wenig über Planänderungen geschrieben und vornehmlich was sie für mich bedeuten. Das Beispiel war eine Planänderung im kleinen Stil. Klitzeklein eigentlich. Immerhin ging es nur darum, dass ich spontan einen anderen Blogpost als geplant vorbereitet habe, da meine Mama mit einer Menge Rhabarber aus Omas Garten vor der Tür stand und ich sowieso ganz großen Hunger auf Rhabarberkäsekuchen hatte. Auch wenn ich alles immer akribisch plane, in dem Fall habe ich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Blogpost und Käsekuchen. Eine Win-Win-Situation sozusagen. Die kleine Geschichte, die ich heute im Schlepptau habe, hatte eine etwas größere Dimension. Ich versuche mich aber kurz zu halten. Stichwort: Fotografie-Workshop bei einer ganz tollen Boggerin vs. Gewinn eines Walking-Wellness-Wochenendes von Reebok für zwei Personen.

Hört sich auch nach einer Win-Win-Situation an? Das war es auch. Hier die ganze Geschichte. An einem lauen „Sommer“-Abend Mitte April saß ich völlig glücklich und zufrieden mit dem Herzensmenschen auf dem Balkon, fröhlich vor uns hinplappernd habe ich nebenher meine Mails gecheckt um Sekunden später nach Luft zu japsen. Ich habe dabei entweder auch kurz aufgeschrien oder zumindest ein lautes „Oh mein Gott“ von mir gegeben, das weiß ich nicht mehr so genau. Jedenfalls wurde mir in besagter Email mitgeteilt, dass ich bei einem Gewinnspiel von Reebok ein Wochenende für zwei weibliche Personen im Naturresort Schindelbruch im schönen Südharz gewonnen habe. Inklusive und damit meine ich inklusive: dem neuesten Paar Walkingschuhe von Reebok. Einem gesamten Sportoutfit von Reebok. Eine Übernachtung mit Vollpension. Walking und Yoga mit der tollen Yogalehrerin Anna Kleb. Ein 150 EUR Tankgutschein für die Reise. Und das alles für zwei Personen. Es war ganz großes Kino, was diese Email mit da entgegenschleuderte. Wo war der Haken?

Tja, leider gab es einen nicht gerade kleinen Haken. Der Gewinn war bereits für das übernächste Wochenende vorgesehen. Was für mich und meine akribisch geplanten Wochenenden ja schon mal ein kleiner Supergau ist. Das hätte ich aber hinbekommen. Haken Nummer zwei ließ sich auch relativ schnell beseitigen, nachdem ich sofort meine beste Freundin gefragt habe, ob sie als meine Plus 1 mitkommen mag und sie direkt zusagen konnte. Haken Nummer drei war es dann, der uns ganz schön zittern ließ. Der kam nämlich in Form eines Workshops daher, der ich vor Wochen bei einer ganz tollen Bloggerin gebucht und bereits bezahlt hatte und der ausgerechnet auf besagten Samstag fiel. Die liebe Nadine unternahm sogleich auch alles um für mich eine Ersatzperson zu finden, das gestaltete sich aufgrund der Kurzfristigkeit allerdings ziemlich schwierig. Nachdem sie mir ein paar Tage später quasi schon sagen wollte, dass sich leider niemand mehr findet, kam das Glück dann doch noch wie gerufen. Hah! Es war das ganz große Glück. So konnte ich nämlich meinen Gewinn nutzen und darf dafür im Juli am Workshop teilnehmen. Der letzte Haken, den die ganze Sache noch mit sich brachte, war wie immer mein eigenes Ich. Das einfach nicht so gerne auf spontane Veränderungen reagiert. Darauf will ich an der Stelle aber gar nicht eingehen. Ich weiß, woran ich in diesem Fall arbeiten muss und das gelingt mir mal besser und mal schlechter. Darum geht es hier aber jetzt gar nicht.

Es geht um vielmehr und etwas viel Größeres. Das Schönste an dieser gesamten Planänderung war nämlich die Freundinnenzeit, die ich so völlig unverhofft und ungeplant mit meiner besten Freundin hatte. Das hatten wir aufgrund unsere Leben an unterschiedlichen Orten, aufgrund Kinder, Blogs und Baustellen und den ganzen Dingen, die zum Erwachsensein so dazu gehören, schon ganz arg lange nicht mehr und wir haben es in vollen Zügen genossen. Da war die in Summe 10-stündige Hin- und Rückreise im Verhältnis zu den 20 Stunden vor Ort gar nicht schlimm. Die Sonne scheinte, die Autobahnen waren frei und wir düsten völlig gelassen und voller wunderbarer Gespräche gen Osten. Von dem wunderbar tollen Event, das Reebok uns da geschenkt hat, ganz zu schweigen. Das war alles in allem wirklich ein ganz großes Stück Glück. Da es hier aber ja immer noch um einen Foodblog geht und ich euch ja auch in kulinarischer Hinsicht etwas Glück schenken mag, habe ich was ganz Tolles im Schlepptau.

Etwas, dass mich meine etwas gespaltene Beziehung zu Buchweizen (ich habe hier darüber berichtet) mal wieder überdenken ließ. Buchweizenporridge. Roh (wegen nicht gekocht) und vegan. Ich wollte das unbedingt ausprobieren, war aber immer etwas skeptisch wegen dem Buchweizen. Irgendwann hab ich es dann probiert. Zum Glück. Es schmeckt nämlich gar nicht nach Buchweizen, nur etwas nussig und ansonsten nach alles, was man eben dazu mischt. Eine schöne, einfache und gesunde Frühstücksidee, die dazu animiert, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Ich mag es gerne mit Himbeeren oder Blaubeeren, aber als ich das Porridge letztens mit gebratener Ananas und Banane gemacht habe, fand ich mich gedanklich an weißen Karibikstränden wieder. Auch das war ein kleines Glück. Das möchte ich gerne mit euch teilen.

Habt es fein.
Eure Hannah



Für zwei gute Frühstücker

Für das Porridge
100 g Buchweizen (über Nacht eingeweicht)
50 g Mandeln
50 g Sonnenblumenkerne
1 Apfel
200 g Kokosjoghurt
1cm Ingwer
Honig (vegan: Ahornsirup)
2 EL Kokosraspel

Für das Topping
½ reife und aromatische Ananas (am besten Flugananas)
1 Banane
Kokosraspel
1 TL Kokosöl
Etw. Zimt

Den Apfel waschen und das Kerngehäuse entfernen. Den Ingwer schälen. Vom Buchweizen das Einweichwasser entfernen und die Körner nochmals abspülen. Alle Zutaten für das Porridge in einen Standmixer geben und zu einem dickflüssigen Brei mixen. Wenn er zu dick sein sollte, noch etwas Joghurt oder Milch nach Wahl zugeben. In der Zwischenzeit das Kokosöl in einer Pfanne erhitzen. Ananas und Banane schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Im heißen Kokosöl von allen Seiten goldbraun braten. Mit etwas Zimt bestreuen. Das Porridge auf Schalen verteilen, darauf das gebratene Obst geben und das Ganze mit Kokosraspeln bestreuen.

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